Magazin für moderne Eltern
Empfohlene Bücher, Spielzeug, Kinderfahrräder uvm.

Babys erste Kleider

Baby-Erstaustattung Kleidung

Schön sollen Strampler & Co., sein, gesund und weich. Die Erstausstattung sollte beizeiten gekauft sein. Ökosiegel garantieren, dass die Sachen frei von Schadstoffen sind. Doch es gibt Unterschiede.

Nun ist es bald so weit und das neue Familienmitglied erblickt das Licht der Welt. Gerade wenn es das erste Baby ist, müssen alle Sachen gekauft werden. Sinnvoll ist es, wenn Babys Erstausstattung bereits vor der Geburt komplett ist, dann hat man alles zur Hand, wenn das Kleine da ist. Am besten ist es, vier bis fünf Wochen vor dem errechneten Geburtstermin das meiste besorgt zu haben. Oftmals werden die Wege gegen Ende der Schwangerschaft beschwerlicher. Zudem kann das Kind eher auf die Welt kommen, als geplant. Sich zeitig um die Erstausstattung zu kümmern, ist in der Regel auch gar kein Problem. Paare, die zum ersten Mal Eltern werden, genießen es meist, schon Monate vorher durch Fachgeschäfte und Babyabteilungen zu schlendern und allerlei hübsche Dinge für ihr Kind auszusuchen. Hier noch ein kleiner Strampelanzug, da noch ein süßer Body, und nein, ist das Mützchen niedlich, das nehmen wir auch noch mit. Doch halt. Natürlich ist es verständlich, das angehende Eltern vor lauter Entzücken nicht an den zauberhaften Babysachen vorbeikommen, aber es ist zu bedenken: Das Kind wächst in den ersten sechs Monaten sehr schnell. Ehe man es sich versieht, sind die Sachen zu klein. Deswegen sollte man genau überlegen, was es braucht. Zu bedenken ist auch, dass das Baby viele Kleidungsstücke zur Geburt geschenkt bekommt. Es ist ratsam, die Gaben mit den angehenden Großeltern, Onkel, Tanten und Freunden abzusprechen. Damit ist beiden Seiten geholfen: Diese haben ein sinnvolles Geschenk und das Baby wirklich das, was es braucht. Zur Erstausstattung des Neugeborenen gehören auf alle Fälle einige Bodys, langärmelige Oberteile und Strampler in den Größen 56 bis 62. Dazu zwei bis drei einteilige Schlafanzüge und einige Paare Söckchen. Ein Mützchen sollte ebenfalls nicht fehlen. Kommt das Kleine im Winter zur Welt, gehören eine warme Jacke, ein Schneeanzug, eine warme Mütze und Schal, Wollsocken und Fäustlinge dazu. Wichtig: Für Babywäsche keinen Weichspüler benutzen, da dieser die Haut des Babys reizen kann. Die Babykleidung sollte einen hohen Baumwollanteil haben, die Wollsachen für den Winter weich sein und nicht kratzen. Neue Babysachen sollten vor dem ersten Tragen mindestens einmal gewaschen werden, um eventuell enthaltene Schadstoffe zu entfernen. Leider ist das immer noch ein Problem in Babywäsche. Dazu kommt: Gerade die dünne und noch sehr empfindliche Babyhaut ist diesen Stoffen weitgehend schutzlos ausgeliefert, da bestimmte Abwehrstoffe noch nicht gebildet sind. „Ökotest“ hat 21 Strampler auf Schadstoffe und Qualität geprüft. In dem im „Jahrbuch Kleinkinder für 2013“ veröffentlichten Ergebnis heißt es: „Nur ein einziges Modell hat rundherum überzeugt.“ In den anderen fanden sich zum Teil Nickel in den Metalldruckknöpfen, optische Aufheller oder halogenorganische Verbindungen, die Brom, Jod oder Chlor enthalten und Allergien auslösen und Krebs verursachen können.

Bio-Baumwolle ist sicher

Was können angehende oder frische Eltern tun, um „gesunde“ Babykleidung zu kaufen? Auf der einen Seite sind Marken und Kaufpreis nicht unbedingt Zeichen für unbelastete Kleidung, andererseits ist billige No-Name-Ware vom Wochenmarkt bedenklicher als die Alternative aus dem Babyfachgeschäft. Da sich Schadstoffe, die sich durch Schweiß von den Fasern der Kleidung lösen, durch mehrmaliges Waschen weitestgehend entfernen lassen, sind Second-Hand-Sachen weniger mit Schadstoffen belastet als neue. Strampler oder Hemdchen mit dem Etikett „separates Waschen“, sollte man nicht nehmen. Es lässt darauf schließen, dass die Farben und Chemikalien nicht fest mit den Fasern verbunden sind. Auf Nummer sicher geht man da mit ungefärbten Textilien, gerade bei Kleidung, die die Kleinen direkt und lange auf der Haut tragen. Naturprodukte wie Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) gelten als besonders unbedenklich. Beim Kauf von Strampler & Co. kann man sich anhand des Prüfsiegels „Öko-Tex® Standard 100“, herausgegeben von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung in der Textilökologie, zuerst einmal orientieren. Hersteller von Babykleidung können ihre Produkte auf eine Reihe von Schadstoffen untersuchen lassen und dürfen sie dann mit dem Label versehen. Kritische Stimmen bemängeln jedoch, dass die Anforderungen an das Prüfsiegel zu gering sind. Das ist nicht wirklich beruhigend. Als strenger und sehr verlässlich gelten die Siegel des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft e. V.  (iVN) mit zwei verschiedenen Varianten: Das weniger anspruchsvolle Siegel heißt „better“ und wird durch einen orangefarbenen Kreis gekennzeichnet, der von einem oben geöffneten Kreis gleicher Farbe umgeben wird. Das „best“-Label sieht genauso aus, ist aber blau.

Checkliste für das Nötigste

  • Bodys, kurz- und langärmelig (Größe 56 bis 62)
  • weiche Mützen (Größe 34 und darunter)
  • Wolljäckchen
  • Söckchen
  • Handschuhe und Wollschuhe (im Winter)
  • Jacke oder Schneeanzug für draußen
  •  weiche Spucktücher oder Lätzchen

Was Baby noch braucht

Zum Schlafen

  • Wiege, Stubenwagen, Korb oder Gitterbett
  • passende Matratze
  • Matratzenschoner
  • Betttücher und Bettbezüge
  • Babyschlafsack
  • Babydecke zum Tragen

Zum Wickeln

  • Wickelplatz
  • Ggf. Wärmelampe
  • Unterlage aus Plastik
  • Moltontücher als Auflage
  • Je nach Wickelmethode Windeln (und evtl. Wollhöschen)
  • Waschlappen oder Reinigungstücher
  • Treteimer für volle Windeln
  • Wickeltasche für unterwegs

Zum Baden

  • Evtl. Babybadewanne oder Badeeimer
  • Weiche Handtücher
  • Weiche Waschlappen
  • Wundsalbe
  • Babynagelschere
  • Badethermometer

Für den Transport

  • Kinderwagen mit Einkaufsnetz und Regenschutz
  • Babyschale für das Auto
  • Evtl. Tragetuch/Tragebeutel
  • Stillkissen oder Fläschchen

Die Checklisten stammen aus der Broschüre „Rundum – Schwangerschaft und Geburt“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die man auf der Homepage www.bzga.de als pdf herunterladen kann.

Quellen: www.babycenter.de, www.oekotest.de, www.ratgeber-babykleidung.de, www.bzga.de, www.mamacommunity.de, www.t-online.de

Kommentare sind deaktiviert.