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Familienurlaub auf Fehmarn

Leuchtturm Familienurlaub Ferien Ostseeinsel

Im Mai lädt Fehmarn seine Besucher mit leuchtend-gelben Rapsfeldern ein. In einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands warten Naturstrände, Binnenseen und Steilküsten und eines der bedeutendsten Schutzgebiete für Zugvögel.

Fehmarn ist die einzige Ostseeinsel Schleswig-Holsteins und nach Rügen und Usedom mit einer Fläche von 185 Quadratkilometern hierzulande die drittgrößte Insel. Ihr Name geht auf „fe mer“, slawisch so viel wie „am Meer gelegen“, zurück. Fehmarn ist seit 1963 durch die Fehmarnsundbrücke im Süden an das schleswig-holsteinische Festland angeschlossen. Ebenso gibt es eine 19 Kilometer lange Fährverbindung von Puttgarden im Norden der Insel bis zum dänischen Rödby. Mindestens einmal pro Tag scheint die Sonne – etwa 2.200 Sonnenstunden im Jahr machen die Heimat der „Fehmaraner“ zu einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Eine Pracht für die Augen: Mitte bis Ende Mai verwandelt die Blütenpracht der Rapsfelder die Insel in ein leuchtend-gelbes Farbenmeer. Die Insel ist vielfältig. So wechseln sich auf dem 78 Kilometer langen Küstenstreifen Naturstrände, Binnenseen und Steilküsten ab. Die Strände bei Burgtiefe, der größte Yachthafen auf Fehmarn, und dem großen Surfzentrum am Wulfener Hals sind die südlichsten und weißesten Sandstrände der Insel. Im Landesinneren laden Felder und Wiesen zu Radtouren oder Spaziergängen ein. Verfahren kann man sich nicht. Über 170 Kilometer ausgeschilderte Radwege führen oftmals direkt an der Küste oder auf dem Deich entlang. Fehmarn ist Teil der internationalen Ostseeküsten- Radroute. Zahlreiche Ferienhäuser und Wohnungen, auch auf Bauernhöfen, Campingplätze, Hotels und Pensionen stehen zur Verfügung.

Ökologisch wertvolle Region

Für Vogelliebhaber ist Fehmarn ein Paradies. Denn hier liegt das Wasservogelreservat Wallnau. Das fast 300 Hektar große Naturschutzzentrum des Nabu-Naturschutzbund Deutschland e. V. zählt zu den ökologisch wertvollsten Regionen Norddeutschlands. Das Gebiet ist eines der bedeutendsten Schutzgebiete für Zugvögel und umfasst Teiche, Schilfflächen, Wiesen, einen Teil der Ostsee und des Strandsaumes. In Beobachtungshütten kann man unbemerkt nah an die scheuen Tiere herankommen. Wallnau ist, da günstig an der Vogelfluglinie gelegen und reich an Nahrungsangebot, begehrter Rastplatz für die im Frühjahr und Herbst zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten ziehenden Vögel. Mit mehreren Millionen Starts und Landungen pro Jahr ist die Ostseeinsel Fehmarn in Deutschland das mit Abstand bedeutendste Luft-Drehkreuz für insbesondere Kraniche und andere arktische Wasservögel zwischen Mitteleuropa und Skandinavien. Im Sommer nisten hier seltene Vogelarten wie zum Beispiel Rothalstaucher und Zwergseeschwalbe. Das Nabu-Informationszentrum ist von März bis Oktober geöffnet; angeboten werden auch Führungen durch das Areal. Ausführliche Informationen zum Thema Vogelflug liefert eine Ausstellung. Auf dem Pfad der Sinne finden Besucher spielerischen Zugang zur Natur. Sportler kommen auf der Insel auch auf ihre Kosten. Ob surfen, tauchen, reiten, golfen oder angeln, für alles ist das im Volksmund auch „Knust“ genannte Eiland mit dem milden Reizklima bestens geeignet. Seglern und Bootsbesitzern bietet Fehmarn fünf geografisch günstig gelegene Yachthäfen. Bummeln lässt es sich in der malerischen „Inselhauptstadt“ Burg mit ihren roten Backsteinbauten und rustikalen Fachwerkhäusern. In zahlreichen Restaurants, Cafés und Bars gibt es das klassische Fischbrötchen mit Matjes oder die Fehmarnschen „Kröpel“, kleine, runde, süße Hefeteigkugeln. Auch wenn sich das Wetter mal nicht von seiner besten Seite zeigen sollte, gibt es tolle Alternativen. Auf 950 Quadratmetern beherbergt der mit einem Glasdach versehene „Schmetterlingspark Fehmarn“ (www.schmetterlingspark- fehmarn.de) mit Freiflughalle zwischen 600 und 1.000 Falter, die sich bei 25 bis 30 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent frei bewegen. Über das Jahr verteilt tummeln sich bis zu 100 verschiedene Arten, vorwiegend aus Malaysia und Costa Rica. Konzipiert als „Museum zum Anfassen“, bringt die „Galileo Wissenswelt“ (www.galileo-fehmarn.de) Besuchern auf einer Fläche von 3.200 Quadratmetern Phänomene aus Natur und Wissenschaft nahe. Herzstücke sind die beiden Themenkomplexe „Erde & Leben“ und „Energie & Technik“. Ersterer nimmt Gäste mit auf eine Reise von der Entstehung des Universums durch die Zeit der Dinosaurier bis hin zum heutigen Menschen. Im technischen Part wartet eine interaktive Experimentier-Welt zu Geheimnissen aus Physik, Mathematik und Technik. Höhepunkte sind unter anderem eine Hochspannungs-Blitz- Vorführung, ein Erdbebensimulator und ein im Durchmesser drei Meter großer Heißluftballon, der Besucher bis an die zehn Meter hohe Hallendecke steigen lassen kann. Insgesamt stehen über 150 Mitmachstationen zur Verfügung.

Weitere Infos unter www.fehmarn.de

Meeres- und Badewelt

Das „Meereszentrum Fehmarn“ (www.meereszentrum. de) gehört mit vier Millionen Litern Wasser und tausenden tropischen Meerestieren zu den größten Aquarienanlagen Europas. In den Haiwelten treffen Besucher auf Sandtiger-, Zitronen-, Ammen- und Schwarzspitzenriffhaie. Auf den über 4.500 Quadratmetern der Badewelt „FehMare“ (www.fehmare.de) genießen Wasserratten und Wellness-Fans entspannende Massagen, wohltuende Aufenthalte in Entspannungs- und Erlebnissaunen sowie Badespaß im Meerwasserwellenbad.

Quellen & Infos: www.fehmarn.de, www.wikipedia.org

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